Dieser Sonntag war nichts für Langschläfer. Um 8 Uhr trafen wir uns bereits an der Maibuche. Jetzt hieß es erst mal Schokobrötchen essen, Kaffee trinken und vor allem wach werden.

Um kurz vor 9 Uhr kam dann der Bus mit unserem stolzen Fahrer „Priemchen“. Nach der Besprechung und der letzten Zigarette stiegen wir dann in den Bus und machten uns auf den Weg nach Marialinden. Doch schnell merkte man, irgendwas fehlt. Unser Geschäftsführer mit dem Proviant für den Bus war nicht aufgetaucht und ebenfalls nicht zu erreichen, aber was solls, wir mussten los und fuhren also ohne Getränke. Unsere Zuschauer freuten sich dementsprechend schon darauf, in Marialinden etwas essen und trinken zu können, doch da haben sie wohl falsch gedacht. Nach der Ankunft wurde uns nur angeboten die Toilette zu benutzen und eine Kiste Bier zu bekommen, doch das war um 10 Uhr morgens dann doch nicht das richtige Getränk. So machten sich unsere Zuschauer auf den Weg ins Dorf, um etwas zu essen zu bekommen und unser Busfahrer ließ es sich nicht nehmen für alle im Bus Kaffee zu kochen.

Nach einer kleinen Stärkung waren dann alle bereit für das Spiel, welches dann pünktlich um 11 Uhr von Schiedsrichter Recep Sert angepfiffen wurde.

Die ersten 5 bis 10 Minuten war das Spiel unserer Jungs sensationell gut und die Auswechselbank war sich einig, dass könnte ein gutes Spiel werden, doch da hatten wir uns wohl zu früh gefreut. Bereits 5 Minuten später hatte das Spiel schon wieder Ähnlichkeit mit dem in Wildbergerhütte. Marialinden machte hinten komplett dicht und uns gelang es kaum noch bis vor das gegnerische Tor zu gelangen.

In der 24. Minute passierte dann das, mit dem wohl keiner gerechnet hatte. Marialinden erhöhte den Spielstand auf 1:0.

Nun mussten wir uns erst recht zusammen reißen und alles geben, doch viel mehr gibt es über die 1. Hälfte dieser Partie nicht zu sagen. Wir versuchten immer wieder durch die Abwehr zu gelangen, nutzen aber keine Chance um den Ausgleich zu erzielen.

In der Pause wusste man diesmal auch nicht so richtig, was man dazu sagen sollte und das Trainergespann Thomas Engelbert und sein Co-Trainer Oliver Rempel versuchten auf unterschiedliche Art und Weise auf die Jungs einzuwirken. Nach einer kleinen Stärkung und gutem Zuspruch gingen wir dann nach einer viertel Stunde Pause wieder auf den Platz.

Nach den ersten zwei Minuten der 2. Hälfte verteilte Recep Sert die erste gelbe Karte an den TuS.

Man sah, dass den Jungs diese Pause gut tat. Nach einer Ecke von Kerem Kargin verwandelte Dimitri Luschnikow in der 52. Minute den Ball mit dem selten genutzten linken Fuß zum 1:1. Nun war alles wieder auf Anfang.

Bereits 2 Minuten später gelang es jedoch Marialinden erneut den Ball in Netz von Torhüter Holger Wirtz zu katapultieren und wir lagen schneller wieder hinten, als wir gucken konnten. Nach dem 2:1 wechselte die Heimmannschaft das erste Mal in dieser Partie.

Aber auch unsere Jungs ließen den Vorsprung nicht auf sich sitzen und Jan Puls nutze den  Pass von Kerem Kargin. Er nahm diesen direkt an und beförderte ihn mit einem sehenswerten Sonntagsschuss ebenfalls wieder mit dem linken Fuß in das Tor der Gegner. Somit hatten wir in der 56. Minute einen Spielstand von 2:2 und die Hoffnung doch noch 3 Punkte mit nach Hause nehmen zu können stieg erneut.

In der Zwischenzeit tauchte auch unsere Geschäftsführer mit den Getränken auf und entschuldigte sich vielmals. Die Getränke gingen alle auf ihn und somit hatte die ganze Sache dann doch noch etwas Gutes.

Wieder zurück im Spiel zeigte der Unparteiische dem TuS in der 62. Minute die zweite gelbe Karte auf Grund eines Foulspiels.

Trainer Thomas Engelbert wechselte 3 Minuten später das erste und einzige Mal in dieser Partie. Für Kain Luczykowski kam Harun Kipir ins Spiel und sollte durch Einsetzen seines Körpers den Weg nach vorne festigen.

In  der 68. Minute sah Philipp Pulm ebenfalls aufgrund eines Foulspiels die gelbe Karte und sollte sich ab diesem Moment eigentlich etwas zurück halten, jedoch wollte er unbedingt verhindern, dass Marialinden den Spielstand noch einmal erhöhte. In der 72. Minute dann der Schockmoment für alle. Der Unparteiische zeige Pulm die gelb-rote Karte. Dieser sollte angeblich nach einem Foul an ihm selbst nach getreten haben, sodass nicht nur er auf dem Boden lag, sondern auch sein Gegenspieler. Diese Entscheidung konnte keiner so richtig verstehen, da Kapitän Dimitri Luschnikow selbst zu gab, seinen Gegenspieler gefoult zu haben, nachdem dieser Philipp Pulm foulte, jedoch wollte der Unparteiische ihm dies nicht glauben und blieb bei seiner Entscheidung. Wir waren nun in Unterzahl.

Bereits 9 Minuten später spielten wir dann jedoch schon 10 gegen 10. Schiedsrichter Recep Sert zeigte die zweite gelb-rote Karte der Partie. Ebenfalls wieder wegen eines Foulspiels.

In der 85. Minute und in der 90. Minute wechselte der TuS erneut. Ebenfalls in der 90. Minute bekam Jan Puls noch eine gelbe Karte und auch Marialinden sah zwei Minuten später auch noch eine gelbe.

Das Spiel war gegessen. Mehr wie 1 Punkt war diese Woche nicht drin, doch unsere Jungs ließen sich nicht entmutigen.

Mit den Getränken des Geschäftsführers machten wir uns mit dem Bus dann auf den Weg zurück an die Maibuche und stellten mit Erstaunen 3 Stunden später fest, dass unser nächster und bis jetzt ungeschlagener Gegner Ründeroth 1:3 gegen Rossenbach verloren hatte. Umso mehr freuen wir uns nun diese nächste Woche um 15 Uhr bei uns an der Maibuche in Empfang nehmen zu dürfen und hoffen, am 10. Spieltag wieder 3 Punkte mit zunehmen.