Die erste Niederlage in dieser Saison musste unsere C1 in Wiehl einstecken, auch wenn wir es uns anders gewünscht hätten und das Ergebnis auch nicht unbedingt gerechtfertigt ist. Aber Fußball ist eben ein Spiel und da geht es nicht immer gerecht zu.

Nun aber der Reihe nach: Um 17:30 Uhr starteten wir an der Maibuche mit vier vollbepackten Autos. Draußen war es – wie in dieser Jahreszeit sicherlich nicht allzu überraschend – bereits stickedüster und man konnte das Gefühl gewinnen, mitten in der Nacht unterwegs zu sein. Manch einer fragt sich da, ob es wirklich nötig ist, ein Jugendspiel im Winter um diese Zeit und unter der von schulischen Belangen häufig ziemlich belasteten Woche anzusetzen, aber wenn man schon anreist, will man dann auch spielen. Das sah der Wiehler Trainer zunächst jedoch anders und er hatte sich schon vor unserer Ankunft den Jugendschiedsrichter vorgenommen und ihn dahingehend bearbeitet, das Spiel nicht stattfinden zu lassen. (Schelm, wer dabei Böses denkt – die Wiehler erste C-Jugend, die Bezirksliga spielt, hatte bereits ihr letztes Spiel und im Falle eines Verschiebens …) In jedem Fall hatte der Verein den Platz, der von Schnee bzw. Schneematsch bedeckt war, nicht gesperrt und zum Zeitpunkt unserer Ankunft fand gerade ein Trainingsspiel statt. Daher sahen wir nicht ein, warum wir nicht spielen sollten, zumal die Außenlinien freigeräumt werden konnten und Pylonen den 16er markierten. Erst als nach den Waldbröler Trainern und der Waldbröler Mannschaft sich auch eine Reihe Mitglieder der Wiehler Mannschaft dafür aussprachen, das Spiel stattfinden zu lassen, entschied der Schiedsrichter, zunächst anzupfeifen und sonst die Partie gegebenenfalls abzubrechen.

Wenige Minuten vor 18:30 startete das Spiel. Die Trainer Filippo Crisci und Jörg Koch griffen weitgehend auf die bewährte Aufstellung zurück (s. vorhergehender Spielbericht), eine einzige Umstellung erfolgte zwischen Moritz Menger und Tim Engelbert, die ihre Positionen tauschten. Von der ersten Spielminute an wurde deutlich, dass sich die Waldbröler C-Junioren nicht zu verstecken brauchten. Sie machten sofort Druck und wirkten in der ersten Halbzeit weitgehend überlegen. Trotz der problematischen Witterungsbedingungen, diese trafen ja aber beide Teams gleichermaßen, versuchten unsere Jungs ihr Spiel aufzuziehen und was die Abwehr und das Mittelfeld betraf, gelang dies auch weitgehend, allerdings tat sich die Offensive von Beginn an schwer damit, zu wirklich gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Das lag nicht zuletzt an der hervorragenden Wiehler Abwehr, die die Räume sehr eng machte und insgesamt aus schnellen und technisch durchaus versierten Spielern bestand. Nach den ersten 35 Minuten stand es so ärgerlicherweise immer noch 0:0.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkten alle Spieler gleichermaßen unkonzentriert und nicht mehr so spritzig wie in der ersten. Das konnte allerdings kaum verwundern, denn der Schnee(matsch) auf dem Feld machte es sehr anstrengend den Ball voranzutreiben. Das Unglück geschah in der 38. Minute. Irgendwie hatten es die Wiehler geschafft vor das Waldbröler Tor zu kommen, die Wiehler Nr. 8 zog ab und obwohl der Ball kaum beschleunigte, rutschte er unter dem Arm des herausgekommenen Waldbröler Torhüters, Vincent Braun, hindurch und hoppelte in Richtung Tor. Kurz hatten wir noch die Hoffnung, die Kugel würde an einer Schneewehe hängen bleiben oder der heranstürmende Leon Jünger wäre doch noch schnell genug, aber leider schaffte er es nicht mehr und der Ball blieb erst direkt hinter der Torlinie stecken. Von diesem Augenblick an gaben die Waldbröler C-Junioren alles und noch ein bisschen mehr. Es wurde um jeden Ball und um jeden Zentimeter gekämpft. Wiehl kam kaum noch einmal zum Zug und wenn, dann nur durch ein paar Konter, die aber kein Ergebnis zeigten. Bis zur letzten Minute haben alle an den Ausgleich geglaubt, doch trotz aller Anstrengung wollte er einfach nicht fallen.

Eine solche Niederlage ist nach einer so tollen bisherigen Saison sicherlich ein bisschen frustrierend, aber halten wir doch einmal ein paar Dinge fest:

1. bei solchen Wetterverhältnissen kann einfach alles passieren und es gehört ein bisschen Glück dazu

2. unsere Jungs haben an einem langen Tag hervorragend gespielt und mehr als 100% gegeben