Mit dem Nachholspiel in Altenberg endete – wie Jugendvorstand Filippo Crisci es ausdrückte – endlich die „dunkle Zeit“ ohne C-Junioren-Fußball. Allerdings war allen Beteiligten von Beginn an bewusst, dass bei diesem Spiel die Chancen auf einen Sieg denkbar gering waren. Nicht nur, dass die Altenberger in der Tabelle deutlich vor unseren Jungs rangieren, auch die personellen Vorausset­zungen ließen bei dem schon mehrfach verschobenen Match, das eigentlich am 24.09.2016 stattfin­den sollte, zu Wünschen übrig. Fünf Spieler fehlten aus dem ein oder anderen Grund, zwei weitere hatten noch keine Spielerlaubnis, sodass sich einen Tag zuvor sogar noch die Frage stellte, ob der RS 19 überhaupt eine Mannschaft würde stellen können. Allein durch den Einsatz von drei D-Jugend-Spielern erreichte der Kader die notwendige Stärke.

Trotzdem war die Stimmung bei schönem Wetter und nach einer entspannten Fahrt – im Gegensatz zu unseren sonstigen Gewohnheiten waren wir nämlich sehr frühzeitig aufgebrochen und somit nicht im Tiefflug unterwegs – sehr gut. Obwohl uns ein Auto zunächst irgendwo in den Weiten von Odenthal verloren ging und ein weiteres sieben Minuten in einer Schafherde feststeckte, konnte das Spiel pünktlich angepfiffen werden.

Überraschenderweise wirkte der SV Altenberg keineswegs so überlegen, wie erwartet. Und auch die beiden Tore der ersten Halbzeit, eines bereits in der 9. Minute, das andere in der 20., waren weniger auf die überragende Spielweise des Gegners zurückzuführen, als mehr auf die Unsicherheit und Un­konzentriertheit der RS 19-Spieler. Während das erste Tor aus einem Konter heraus fiel, das die wieder einmal neu sortierte Abwehr nicht verhindern konnte, entstand das zweite Tor aus einem misslungenen Abstoß unseres sonst wieder gut spielenden Torhüters Noah Lang, der den eigenen Mitspieler abschoss. In dem darauf folgenden Chaos vor dem Tor erhöhte der Gegner zum 2:0.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit und noch einmal im weiteren Verlauf baute Trainer Philipp Pulm die Mannschaft durch drei Wechsel um. Die Defensive aus den beiden Innenverteidigern Julian Zimmermann, Jan-Niklas Scheffler, Kai Schulze und Jonas Michel stand nun sicherer. Tom Elver­mann und Leon Jünger rückten aus der Verteidigung auf die Sechs vor und es gelang ihnen zumin­dest in Teilen das Mittelfeld zu stabilisieren. Trotzdem fiel in der 44. Minute das 3:0 für den Geg­ner, diesmal jedoch aus einer Ecke heraus. Die Altenberger schienen nun zu glauben unsere C-Junioren endgültig demoralisiert zu haben, doch diese wirkten mittlerweile motivierter und sicherer. Nick Crisci auf der rechten Außenbahn, den der Gegner schon in der ersten Halbzeit aufgrund sei­ner enormen Schnelligkeit kaum unter Kontrolle hatte bringen können, wurde von hinten durch lange Bälle bedient. Und tatsächlich gelang ihm in der 57. Minute das Tor. Die restlichen 13 Minu­ten reichten aber leider nicht mehr aus, um das Spiel noch einmal zu drehen, auch wenn unsere Jungs sicherlich mindestens noch ein zweites Tor verdient hätten, denn Altenberg wirkte in der letz­ten Phase der zweiten Halbzeit eher etwas hilflos.

Mit dem Abpfiff war klar, dass tatsächlich mehr drin gewesen wäre, dass unsere Mannschaft aber nach wie vor einige eklatante Probleme hat. Eines davon ist nach wie vor sicherlich, dass es auf manchen Positionen kaum Alternativen gibt, sodass der Ausfall eines Spielers hier fast nicht auszu­gleichen ist. Zudem gibt es immer noch eine Reihe Spieler, die sich stärker damit auseinander set­zen müssen, welche Rolle ihnen ihre Position zuweist.

Großer Dank an dieser Stelle den drei D-Jugend-Spielern, Dario, Noah und Jonas, die ihre Sache sehr gut gemacht haben und dabei körperlich an ihre Grenzen gegangen sind.