Beim Heimspiel am 25. März schienen die Rollen klar verteilt. Wenn mit Frielingsdorf der Tabellenzweite, der am vorherigen Wochenende den Tabellenersten Hoffnungsthal klar mit 0:3 und unter der Woche Untereschbach mit 12:0 geschlagen hat, zum Vorletzten anreist, scheint das Ergebnis vorprogrammiert zu sein.

In den ersten Minuten schienen die Frielingsdorfer dann ihrer Favoritenrolle auch gerecht zu werden. Die Waldbröler Elf wirkte unsortiert und agierte oftmals überstürzt, was sicherlich auch auf das Bewusstsein zurückzuführen war, dass die Vierer-Abwehrkette nicht ganz so stabil stand wie sonst, da nur zwei der Stammspieler (Julian Zimmermann (6), Kubi Metin (3)) anwesend waren. Folgerichtig fiel dann auch nach fünf Minuten das erste Tor für den Gegner. Der Frielingsdorfer Stürmer nutzte Unsicherheit und mangelnde Abstimmung in Mittelfeld und Abwehr, umspielte abschließend noch den herausstürmenden Torhüter Noah Lang und schob den Ball einfach ins Tor.

Die Waldbröler Zuschauer und vermutlich auch die Frielingsdorfer Mannschaft und ihre Trainer erwarteten jetzt wohl, dass Frielingsdorf weiterhin dominieren und in den nächsten Minuten weitere Tore fallen würden, doch offensichtlich hatte der Treffer einen gegenteiligen Effekt. Der Kampfgeist unserer C-Junioren war geweckt und die Mannschaft begann den Gegner frühzeitig und konsequent zu attackieren. Frielingsdorf, offensichtlich davon ausgehend, dass allein der Ruf als Mitkandidat auf die Meisterschaft genügen würde, fand sich plötzlich einem völlig unbeeindruckten Gegner gegenüber, der begann seine Chancen zu nutzen. Gerade die langen Bälle auf die Waldbröler Nummer 7, Nick Crisci, brachten Innenverteidigung und Torhüter des SV immer wieder in Bedrängnis, doch leider blieb das Tor aus. Zur Halbzeit stand es in einem kämpferisch starken und dadurch spannenden Spiel immer noch 0:1 und das blieb auch in der zweiten Hälfte zunächst so. Frielingsdorf hatte einige Chancen, die jedoch spätestens am wieder hervorragend spielenden Keeper Noah Lang scheiterten. Umgekehrt ergaben sich auch immer wieder Möglichkeiten für den RS 19 und der Ausgleich schien greifbar. In der 44. Minute drangen die Frielingsdorfer dann erneut in den Waldbröler Strafraum vor. Lutfi Bajrami (15) zögerte einen Moment zu lange und traf statt des Balls den gegnerischen Spieler. Folgerichtig entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, Frielingsdorf verwandelt sicher und baute die Führung damit auf 0:2 aus. Trotzdem schien zumindest ein Anschlusstreffer, wenn nicht sogar der Ausgleich drin. Gerade Kevin Drugov (9) zeigte dieses Spiel erneut einen unermüdlichen Einsatz im Zentrum und entnervte damit die Frielingsdorfer Offensive, insbesondere die Frielingsdorfer Nummer 10, die prompt vom wenig nachsichtigen Schiedsrichter einige Minuten zum Abkühlen vom Platz geschickt wurde. Auch Yannick Reinhold (14) auf der linken Außenbahn fand zunehmend besser ins Spiel und eroberte mehrmals hintereinander den Ball. Trotzdem blieb das Tor aus, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass es immer wieder gute Einzelleistungen gab, es dann aber daran mangelte das Spiel aufzubauen und wirklich zu gestalten. Genau das gelang den Frielingsdorfern, die immerhin ein Torverhältnis von 75:4 vor diesem Spiel besaßen, jedoch auch nicht. Das Endergebnis von 0:3, Frielingsdorf erzielte in der 68. Minute einen weiteren Treffer, spiegelt demnach auch nicht den Spielverlauf wider.

Jeder hätte vor diesem Spiel gesagt, dass eine 0:3-Niederlage gegen Frielingsdorf ein Erfolg wäre. Nach dem Spiel sah die Sache ein bisschen anders aus, weil alle das Gefühl hatten, es wäre ein bisschen mehr drin gewesen. Trotzdem haben sich unsere Jungs gut verkauft und wir freuen uns auf das Spiel am nächsten Samstag gegen Bensberg.